Recyclingverpackungen aus eigenem Werk

Die Houweling Group hat den nächsten Schritt in Richtung zirkuläres Verpacken unternommen. Seit der Errichtung von Plastics United stellen wir unsere eigenen Recyclingverpackungen her. Damit untermauern wir zugleich unsere Sachkenntnis, unser Dienstleistungsangebot und das breite Sortiment an rPP- und rHDPE-Verpackungen.

Kooperation im Wertstoffkreislauf

„Wer nicht teilen kann, kann auch nicht multiplizieren“ (im niederländischen Original: „AIs je niet kunt delen, kun je ook niet vermenigvuldigen“) steht groß im Entwicklungslabor der Houweling Group. Dies ist ein geflügeltes Wort von DGA Marc Houweling, der nach vielen Jahren als Führungskraft nun Inhaber des Familienunternehmens ist, mittlerweile seit 6 Jahren. Mit diesem Spruch will er ausdrücken, wie wichtig es ist, zusammenzuarbeiten und Kenntnisse in der gesamten Lieferkette zu teilen. „Zirkulär verpacken kann man nicht allein. Die beteiligten Unternehmen müssen selbst spüren, dass dies notwendig ist, und auch bereit sein, Zeit zu investieren, um zu einer zirkulären Lösung zu kommen. Wir müssen dies gemeinsam anpacken.“ Unter anderem mit Koppert Biological Systems und EMM International setzen wir im Bereich Recyclingverpackungen auf Zusammenarbeit.

Eigenes Werk

Dass die Houweling Group auf Zusammenarbeit bedacht ist und nach Partnerschaften sucht, wird nicht zuletzt mit dem neu gegründeten Verpackungshersteller Plastics United deutlich. In dem Houweling-Gebäude in Bleiswijk wurde ein Werk eigens zur Produktion von Verpackungen aus PCR- und PIR-Kunststoff („Post Consumer Recycled“ und „Post Industrial Recycled“) errichtet. „Wir hängen jetzt nicht mehr so von externen Herstellern ab“, erklärt Fred van Beek, Commercial Director. „Mit einem eigenen Werk hat man auch mehr Möglichkeiten zum Testen. So stellen wir jetzt beispielsweise einen Kanister mit einem Sichtstreifen her, der komplett aus recyceltem Kunststoff ist. Und der Deckel besteht aus rHDPE. Der Betrieb ist übrigens nachhaltig, mit Photovoltaik und rein elektrischen Maschinen. Die Anlagen laufen auf Ökostrom, die Restwärme wird zum Beheizen unseres Bürogebäudes wiedergewonnen, und wie gesagt stellen wir Produkte aus 100-prozentig recyceltem Kunststoff her.

Und dadurch, dass wir hier auf dem eigenen Betriebsgelände produzieren und nicht aus dem Ausland importieren, verringern wir den Transportaufwand und CO2-Ausstoß.

Fred van Beek, Commercial Director Houweling Group

rHDPE-Kanister mit UN-Zulassung

Ein weiteres Projekt innerhalb der Houweling Group ist die Entwicklung von Verpackungen aus recyceltem Kunststoff mit UN-Zulassung. Gemeinsam mit dem Belgischen Verpackungsinstitut IBE-BVI arbeitet die Houweling Group an einem Pilotprojekt, um aus einem zirkulären Grundstoffstrom Verpackungen mit UN-Zulassung herzustellen. „Gesetzlich müssen UN-zugelassene Verpackungen aus Neukunststoff sein“, erklärt Business Development Manager Dennis Jongmans. „Das ist eigentlich eine überholte Anforderung. Mit dem IBE-BVI sind wir im Gespräch hierüber und haben auch schon diverse UN-Prüfungen absolviert. Die Ergebnisse lassen sich sehen. Wir untersuchen jetzt, wie wir das garantieren können. Dabei ist es gut, dass wir nun die ganze Kette selbst in der Hand haben. Von der Einsammlung der gebrauchten Verpackungen bei unseren Kunden bis hin zur Produktion.“

Ein Engagement, das sich lohnt

’„Bei der Entwicklung nachhaltiger Verpackungen ist man aufeinander angewiesen“, stellt Marc Houweling klar. „Ohne Kunden, die bereit sind, in Nachhaltigkeit zu investieren, können wir solche Dinge nicht entwickeln und herstellen. Doch letztendlich lohnt es sich. Das zeigt sich schon jetzt. Die Rohstoffpreise für Neukunststoff steigen im Moment stärker als die von recyceltem Kunststoff. Unsere Kunden werden also schon jetzt für ihre unternehmerische Gesellschaftsverantwortung belohnt.“

Den vollständigen Artikel finden Sie in Verpakkingsmanagement Juni 2021.